FAQ

Fragen zu Ihrer Rechnung?
In unserer Musterrechnung finden Sie detaillierte Antworten:
» Musterrechnung

FAQs zur Jahresverbrauchsabrechnung
Wir geben Ihnen die Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Jahresverbrauchsabrechnung.

FAQ

1. Werde ich nachzahlen müssen oder ein Guthaben erhalten?

Diese Frage kann im Voraus nicht beantwortet werden. Es hängt davon ab, ob mit den Abschlagszahlungen die tatsächlichen Kosten abdeckt wurden. Mit einer Nachzahlung ist zu rechnen, wenn der aktuelle Verbrauch höher liegt als im Vorjahr oder sich der Energiepreis unterjährig erhöht hat. Liegt der tatsächliche Verbrauch niedriger als im Vorjahr, ist voraussichtlich mit einem Guthaben zu rechnen.

Die Jahresverbrauchsabrechnung wird Ihnen Anfang Februar zugesandt. Wir bitten Sie bis dahin um etwas Geduld.

2. Warum wurde der Abschlag angehoben?

Die Höhe eines Abschlagsbetrages ist abhängig vom jeweils aktuellen Energiepreis und dem zugrunde gelegten Verbrauch. Zugrunde gelegt wird der Verbrauch des Vorjahres, da man davon ausgeht, dass der Verbrauch im Folgejahr ähnlich sein wird. Erhöhen sich Verbrauch und/oder der Energiepreis erhöht sich der Abschlagsbetrag.

3. Kann ich meinen Abschlag ändern lassen?

Eine Abschlagsplanänderung ist vor allem dann sinnvoll, wenn abzusehen ist, dass sich der Verbrauch deutlich ändert - etwa wenn sich die Personenanzahl im Haushalt ändert. Eine Anpassung der Abschlagszahlung beugt in solchen Fällen überraschenden Nachzahlungen bei der nächsten Jahresverbrauchsabrechnung wirksam vor. Sollten Sie eine Änderung wünschen, wenden Sie sich bitte an den Kundenservice der Stadtwerke Weinheim.

4. Bekomme ich jeden Monat eine Zahlungsaufforderung?

Nein, unsere Jahresverbrauchsabrechnung informiert Sie über Höhe und Fälligkeit der Abschlagszahlungen im Folgejahr.

5. Warum ist die Rechnung trotz eines niedrigeren Verbrauchs so hoch?

Aufgrund von Preissteigerungen können sich die Gesamtkosten trotz eines niedrigeren Verbrauchs erhöhen.

6. Es sind nicht alle Abschlagszahlungen berücksichtigt?

In der Rechnung sind sämtliche Zahlungseingänge bis zum 12.01.2017 einbezogen worden; Zahlungen danach konnten nicht mehr berücksichtigt werden.

Bitte beachten Sie: Die Stadtwerke Weinheim erheben 11 Abschläge im Jahr, beginnend Anfang März bis Ende Dezember, wobei im Dezember 2 Abschläge erhoben werden, nämlich einer am Anfang (Abschlag für November) und einer am Ende des Monats (Abschlag für Dezember). Ende Januar wird dann die Jahresendabrechnung erstellt, in denen die geleisteten 11 Abschlagszahlungen verrechnet werden. Im Februar müssen Sie keinen Abschlag zahlen.

Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit des Lastschriftverfahrens: Wenn Sie uns ein SEPA-Mandat erteilen, werden fristgemäß nur die Beträge von Ihrem Konto abgebucht, die tatsächlich fällig werden. Sollten Sie noch kein SEPA-Mandat erteilt haben, liegt Ihrer Rechnung ein entsprechendes Formular bei.

7. Warum stimmt mein Gasverbrauch nicht mit der Ablesung am Gaszähler überein?

Der Gaszähler zeigt den Verbrauch in m³ an, der Gasverbrauch muss aber in kWh berechnet werden. Dies geschieht mit Hilfe des so genannten Umrechnungsfaktors (den genauen Faktor entnehmen Sie bitte Ihrer Rechnung). Der Umrechnungsfaktor ist das Produkt aus Brennwert und Zustandszahl (Qualität) des gelieferten Gases. Der Zählerstand wird also in m³ abgelesen und die Zählerstandsdifferenz mit dem Umrechnungsfaktor multipliziert. Das Ergebnis ist der Verbrauch in kWh. Tipp: Um Ihre Gasabrechnung zu überprüfen, vergleichen Sie bitte den Zählerstand Ihres Gaszählers mit dem „Zählerstand neu“ Ihrer Jahresrechnung.

8. Warum wurde der Verbrauch geschätzt?

Zur Erstellung der Jahresendabrechnung benötigen die Stadtwerke Weinheim einen Zählerstand zum 31.12. eines Jahres. Konnte der Zählerstand nicht abgelesen werden oder wurde kein Zählerstand vom Kunden mitgeteilt, muss eine Schätzung erfolgen. Rechtliche Grundlage für diese Schätzung ist § 11 Abs. 3 der Grundversorgungsverordnungen StromGVV und GasGVV.

9. Warum verbrauche ich so viel Strom – „Stromfresser“?

Fast alle Geräte im Haushalt benötigen heute Elektroenergie. Dennoch kann auch hier eine ganze Menge eingespart werden, ohne dass auf etwas verzichtet werden muss. Vor allem ältere Geräte verbrauchen meist unverhältnismäßig viel Strom. Die Energieberatung der Stadtwerke Weinheim GmbH verleiht Strommessgeräte zur Ermittlung des tatsächlichen Stromverbrauchs für Einzelgeräte.

Mit oft nur geringem Aufwand können Sie Ihre Energiekosten deutlich reduzieren. Egal, ob es um Ihre Heizung geht oder um Ihre Stromrechnung, ob Sie wissen möchten, wie Sie energiesparend kochen oder umweltfreundlich Urlaub machen.

Die Energiespartipps auf www.ganz-einfach-energiesparen.de  helfen Ihnen, Ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren, Energie zu sparen und gleichzeitig Ihren Geldbeutel zu schonen

Stand: 12/2016

Begriffserklärungen
Sind Ihnen bestimmte Begriffe unklar, dann finden Sie hier weitere Informationen:

Begriffserklärungen

§19 Abs. 2 der StromNEV-Umlage (Sonderkundenumlage):

Stromintensive Betriebe sind seit Januar 2012 von der Zahlung der Netznutzungsentgelte ganz oder teilweise befreit. Die aus diesem Schritt resultierenden Mindereinnahmen der Netzbetreiber müssen alle anderen Verbraucher anteilig tragen. Die Umlage beträgt ab 01.01.2017 0,388 Cent/kWh netto (zzgl.19 Prozent Mehrwertsteuer).

Abschaltbare-Lasten-Umlage

Mit dieser 2014 erstmals erhobenen Umlage werden Verbraucher entschädigt, die Geräte oder Prozesse abschalten, wenn der Bedarf an Strom größer ist als das Angebot im Netz. Das dient der Netzstabilität. Die Umlage beträgt ab 01.01.2017 0,006 Cent/kWh netto (zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer).

Abschlagszahlung

Die Abschlagszahlungen sind Anzahlungen auf die bereits geleisteten Energielieferungen und werden mit der turnusmäßigen Verbrauchsabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlages orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch. Der Abschlagsbetrag wird wie folgt berechnet:

Zu erwartender Verbrauch

× Verbrauchspreis (netto)

× Stromsteuer (bei Strom) bzw. Erdgass(bei Gas)

+ Grund- und Verrechnungspreis (netto)

+ Umsatzsteuer 19 %; 7% für Wasser

÷ 11 (Abschläge pro Jahr)

= monatlicher Abschlag

Arbeit- oder Verbrauchspreis

Der Arbeit- oder Verbrauchspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde (kWh) Energie, bzw. für die verbrauchten Kubikmeter m³ Wasser.

Energieträgermix

Der Energieträgermix beschreibt, aus welchen Rohstoffen der Strom gewonnen wird, den Sie von der Stadtwerke Weinheim GmbH beziehen und die damit verbundenen Umweltauswirkungen.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Das Ziel des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ist die Liberalisierung von Strom- und Gasmarkt sowie eine möglichst sichere, preisgünstige und umweltverträgliche Energieversorgung. Am 13.07.2005 trat das "Zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts" in Kraft (BGBl. Teil I,S.1953 vom 12.07.2005). Als Kernelement enthält das Gesetz Vorgaben zur Regulierung und Entflechtung der Energieversorgungsnetze.

Erdgassteuer

Mit Inkrafttreten des neuen Energiesteuergesetzes (EnergieStG) zum 01.08.2006 sind die Gaslieferanten für die Abführung der Erdgassteuer verantwortlich. Ab diesem Stichtag hat die Stadtwerke Weinheim GmbH daher die Erdgassteuer gesondert auf Ihrer Rechnung ausgewiesen. Dies ist nicht als Preiserhöhung zu verstehen, da die Erdgassteuer bis zu diesem Zeitpunkt im Arbeitspreis enthalten war. In der Detailansicht Ihrer Rechnung werden die Energiepreise netto ohne Erdgassteuer aufgeführt. Die Erdgassteuer wird im Energiesteuergesetz als Verbrauchssteuer geregelt. Die Erdgassteuer beträgt zurzeit 0,55 Cent/kWh netto (zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer).

EEG-Umlage

Im Jahr 2000 trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zur Förderung der regenerativen Energieerzeugung in Kraft. Es schafft Investitionssicherheit, indem es den Erzeugern von Strom aus erneuerbaren Energien zwanzig Jahre lang den Absatz zu festen Entgelten garantiert. Die Differenz zwischen Marktpreis und garantierter Vergütung zahlen die Stromverbraucher in Form der EEG-Umlage. Die EEG-Umlage beträgt ab dem 01.01.2017 6,880 Cent/kWh netto (zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) gesenkt.

Grundpreis/Servicepauschale

Der Grundpreis dient der Abdeckung der verbrauchsunabhängigen Kosten und setzt sich im Regelfall aus einem festen Leistungspreis und dem Verrechnungspreis (Zählerpreis) zusammen.

Kilowattstunde (kWh)

Die Kilowattstunde ist die gebräuchlichste Maßeinheit der elektrischen Arbeit: Arbeit ist gleich Leistung mal Zeit (1 kWh = 1 kW x 1 h).

Ein Kraftwerk mit der Leistung von 150 Megawatt erzeugt bei Vollbetrieb in 10 Stunden 1.500 MWh. Eine Glühbirne mit 60 Watt (0,06 kW) verbraucht in 10 Stunden 0,6 kWh. Ein Kühlschrank beispielsweise benötigt im Jahr durchschnittlich 365 kWh.

 Konzessionsabgabe

Dies ist eine Abgabe, welche die Stadtwerke Weinheim GmbH an die Stadt Weinheim für die Benutzung öffentlicher Verkehrswege zur Verlegung und den Betrieb von Strom-, Gas- und Wasserleitungen zu zahlen hat.

 KWK-Umlage (Aufschlag nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz(KWKModG))

Mit dieser Umlage werden Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung gefördert. Bei dieser Technik wird der eingesetzte Rohstoff genutzt, um sowohl Strom als auch Wohnwärme und Warmwasser zu erzeugen. Das macht sie so effizient und umweltschonend. Kraft-Wärme-Kopplung trägt zur Erreichung der Klimaschutzziele und der Ressourcenschonung bei, deshalb wird ihr Ausbau vom Staat unterstützt. Die KWK-Umlage für 2017 beträgt 0,438 Cent/kWh netto (zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer).

Netzentgelte

Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert auch einen stetigen Ausbau der Stromnetze, was mit hohen Investitionen verbunden ist. Der Arbeitspreis für die Netznutzung steigt im Jahr 2015 um 0,07 Cent/kWh von 5,01 Cent/kWh auf 5,08 Cent/kWh.  

Offshore-Haftungsumlage nach § 17f Abs. 5 EnWG

Die Bundesregierung will Windkraftwerke auf offenem Meer fördern. Um Anlagenbetreibern mehr Sicherheit zu geben, erhalten sie 90 Prozent der entgangenen Stromvergütung nach dem EEG-Gesetz, wenn die Anlagen wegen Störungen oder Verzögerung der Netzanbindung stillstehen. Dieses Ausfallentgelt wird über die Offshore-Umlage finanziert. Für das Jahr 2017 beträgt die Umlage -0,028 Cent/kWh netto (zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer).

 Stromsteuer

Die Stromsteuer ist gesetzlich vorgeschrieben und beträgt zurzeit 2,05 Cent/kWh netto (zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer). Elektroheizungen müssen ab dem 01.01.2007 ebenfalls den vollen Stromsteuersatz von 2,05 Cent/kWh netto (zzgl.19 Prozent Mehrwertsteuer) zahlen.

 Umrechnungsfaktor für Erdgas

Ausschlaggebend für den Erdgasverbrauch ist der Wärmeinhalt des gelieferten Gases. Der Wärmeinhalt beeinflusst durch Druck und Temperatur des Erdgases den Luftdruck und die Höhenzone. Er kann aus diesem Grund nicht immer gleich hoch sein. Der Umrechnungsfaktor von 1 m³ Erdgas liegt zwischen 10 und 12; den genauen Umrechnungsfaktor entnehmen Sie bitte Ihrer Rechnung.

 Verrechnungspreis

Der Verrechnungspreis beinhaltet die Kosten für die Instandhaltung, den Austausch der Messeinrichtung sowie die Kosten der Rechnungsstellung. Die Höhe des Verrechnungspreises richtet sich nach dem jeweils eingebauten Zähler.

Stand: 12/2016

Schlichtungsstelle
Hier finden Sie weitere Informationen zur Schlichtungsstelle:

Schlichtungsstelle

1.1.        Energieversorgungsunternehmen, Messstellenbetreiber und Messdienstleister (Unternehmen) sind verpflichtet, Beanstandungen von Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB (Verbraucher) insbesondere zum Vertragsabschluss oder zur Qualität von Leistungen des Unternehmens (Verbraucherbeschwerden), die den Anschluss an das Versorgungsnetz, die Belieferung mit Energie sowie die Messung der Energie betreffen, im Verfahren nach § 111a EnWG innerhalb einer Frist von vier Wochen ab Zugang beim Unternehmen zu beantworten. Verbraucherbeschwerden, die den Vertragsabschluss oder die Qualität der Leistungen des Lieferanten betreffen, sind zu richten an:
Stadtwerke Weinheim GmbH
Breitwieserweg 5
69469 Weinheim 
Telefon: 06201 106-0
E-Mail:
schlichtung@sww.de  

1.2.        Ein Kunde ist berechtigt, die Schlichtungsstelle nach § 111b EnWG anzurufen. Ein solcher Antrag ist erst zulässig, wenn das Unternehmen der Verbraucherbeschwerde nicht spätestens nach vier Wochen ab Zugang beim Unternehmen abgeholfen hat. Das Recht der Beteiligten, die Gerichte anzurufen oder ein anderes Verfahren nach dem EnWG zu beantragen, bleibt unberührt. Die Einreichung einer Beschwerde bei der Schlichtungsstelle hemmt die gesetzliche Verjährung gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB.

1.3.        Die Kontaktdaten der Schlichtungsstelle sind derzeit: Schlichtungsstelle Energie e.V., Friedrichstraße 133, 10117 Berlin, (0) 30 / 27 57 240 - 0, Mo. - Fr. 10:00 - 16:00 Uhr,
E-Mail: info@schlichtungsstelle-energie.de
Homepage: www.schlichtungsstelle-energie.de

1.4.        Allgemeine Informationen zu Verbraucherrechten sind erhältlich über den  Verbraucherservice der Bundesnetzagentur für den Bereich Elektrizität und Gas,  Postfach 8001, 53105 Bonn, Telefon: 030/ 22480-500 oder 01805 101000 (Mo.-Fr. 9:00 Uhr - 15:00 Uhr), Telefax: 030/ 22480-323,
E-Mail: verbraucherservice-energie@bnetza.de.

So nah – so gut.